Ein Weltrekord hinter Gittern

Karl May - gefangene Visionen > Live-Ticker vom Abschlusstag
Live-Ticker vom Abschlusstag

Karl May - gefangene Visionen geht zu Ende.

Es war mehr als nur der Versuch eines Kulturweltrekords. Es war ein Leseabenteuer in einer Hochschulstadt, eine studentische Erlebnis-WG in einem Gefängnis und  eine „Pilgerstätte für Fans und Wirkungsstätte für zahlreiche Marathon-Vorleser“, so der Chef der Sächsischen Staatkanzlei Dr. Johannes Beermann. Nun neigt sich die Non-Stop-Lesung dem Ende entgegen.

12 Uhr: 400 Kilometer für 40 Minuten

Die Lesung neigt sich dem Ende zu. In den letzten Zügen des Weltrekords nahm eine ganz besondere Person den Weg nach Mittweida auf: die Schauspielerin Suzanne von Borsody. Die Schirmherrin des von Studenten organisierten Projektes ist heute Morgen aus München angereist. Vom Regen begrüßt fand sie sich um 8.30 Uhr in Dresden ein und wurde anschließend nach Mittweida gefahren. Nach einem kurzen Abstecher in das Hotel „Deutsches Haus“ führte ihr Weg direkt in die ehemalige Gefängniszelle von Karl May. Um Punkt 10.35 Uhr begann sie zu lesen und riss alle Zuhörer in ihren Bann. Mit einer ruhigen, aber eindringlichen Stimme las sie wie in einem Hörbuch zwei Abschnitte von „Winnetou“. Währenddessen bereitet das komplette Team von „Karl May - gefangene Visionen“ den Abschluss des Projektes vor - doch davon später mehr.

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14 Uhr: Krönendes Lese-Ende

Die weltweit längste Lesung ist vorbei. Das Team von „Karl May - gefangene Visionen“ hat ein beeindruckendes und einzigartiges Projekt auf die Beine gestellt. In den letzten sieben Wochen lasen insgesamt rund 1.500 Leser das Gesamtwerk von Karl May vor - der Weltrekord ist geglückt. „Aus den gefangenen Visionen sind verwirklichte Visionen geworden“, erzählt Prof. Dr. Ludwig Hilmer, Initiator der Rekordlesung, und fügt hinzu: „Eines der Ziele war es, dass die Stadt und die Hochschule Mittweida mehr zusammen wachsen und das ist uns gelungen.“ Als letzte Leser begaben sich Prof. Dr.-Ing. Lothar Otto, Rektor der Hochschule Mittweida, Prof. Dr. Ludwig Hilmer, der Raumfahrtexperte Tassilo Römisch, René Wagner vom Karl May Museum Radebeul, die beiden Projektleiter Stefanie Walter und Marc Simon und das Karl-May-Double in die Gefängniszelle. Abschließend sagte Marc Simon: „Unser Schatz im Silbersee ist endlich angekommen.“

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15.45 Uhr: Persönliche Danksagungen

Die Lesung ist beendet, aber das Event geht weiter. Nachdem die Gefängniszelle das erste Mal seit sieben Wochen leer gewesen ist, ließen alle Anwesenden mit einem Lächeln im Gesicht grüne Karl-May-Luftballons als Symbol für Rauchzeichen steigen. „Ihre Freude bedeutet für mich vier Jahre Haft.“ Mit diesem Satz verabschiedete sich das Karl-May-Double aus dem Gefängnis. Nach dem siebenwöchigen Aufenthalt in Mittweida ging es für Karl May nämlich für vier Jahre in die Justizvollzugsanstalt Waldheim.

Nachdem alle Luftballons in die Welt hinaus geflogen sind, versammelten sich alle Zuschauer, Projektmitglieder und Initiatoren im Rathaus. Ralf Schreiber, Beigeordneter von Mittweida und die Schirmherrin Suzanne von Borsody hielten Reden. Ludwig Hilmer dankte jedem Studenten aus dem Projekt namentlich und unterstrich die Zusammenarbeit mit der Stadt Mittweida. „Hiermit konnten wir Karl May nicht nur wieder in das Bewusstsein der Leute bringen, sondern auch zeigen, dass seine Werke mehr als Old Shatterhand zu bieten haben“, ergänzte Lothar Otto. Als nächstes hielt Tassilo Römisch eine kurze Rede und gab bekannt, dass er im März 2012 eine Karte mit den Namen aller Leser ins Weltall schicken wird. „Es ist wirklich interessant die „gefangenen Visionen“ in die nächste Gefangenschaft, nämlich in die internationale Raumfahrtstation zu bringen.“ Zum Abschluss erinnerten die Projektleiter Stefanie Walter und Marc Simon an den Beginn des Projekts: „Nachdem ich wusste, dass sieben Wochen und 24 Stunden täglich gelesen werden soll, sagte ich direkt ,ja‘, aber dachte ,nein‘“, sagte Simon und ergänzte: „Jetzt im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich froh über meine Entscheidung bin.“

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Veranstaltungszeitraum

Das Projekt fand vom  14. März bis 3. Mai 2011 statt.

Lesezeit

Nach 1 Monat, 19 Tagen ist der Weltrekord beendet.

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Ein Projekt der

Karl May - gefangene Visionen ein Projekt der Hochschule Mittweida

Zitate zu Karl May

  • Auf der Straße haben wir Old Shatterhand und Winnetou nachgespielt.

    Erol Sander, Schauspieler und Winnetou-Darsteller
  • Ich denke noch mit Vergnügen an die Lektüre der Märchen (...) Auch Karl May durfte nicht fehlen.

    Franz Josef Strauß, Politiker und ehemals Bayerischer Ministerpräsident
  • Wenn ich von nichts eine Ahnung habe, aber bei Karl May kenne ich mich aus: Professor Vitzliputzli usw.

    Thomas Gottschalk, Entertainer und Showmaster
  • Die meisten Reisebücher, die ich las, haben mich gelangweilt, ein Karl-May-Buch nie.

    Dr. Albert Einstein, Physiker und Philosoph
  • Ich hörte von Karl May, bevor ich ihn las. Durch die Wüste war (…) die erste Lese-Reise, die ich mit dem Erfinder der Kopfreise unternahm.

    Peter Härtling, Schriftsteller
  • Karl May, die Mutter aller Blutsbrüder...

    Michael Bully Herbig, Comedian, Schauspieler, Regisseur und Produzent
  • Die Wirkung von Karl Mays Figuren beruht darauf, dass sie unsere Phantasie anregen.

    Norbert Blüm, Politiker und Bundesminister a. D.
  • Winnetou ist mir wohl (…) in Erinnerung geblieben, weil mich seine Freundschaft mit dem weißen Jäger Old Shatterhand beeindruckte.

    Dr. Helmut Kohl, ehem. Bundeskanzler
  • Ich verbinde mit Karl May viele Jugendträume. Die Abenteuer der Indianer und Cowboys haben jede Generation (…) in ihren Bann geschlagen.

    Freddy Quinn, Sänger und Schauspieler
  • Vor allem aber steht Winnetou zu seinem Wort. Solche Grundprinzipien sind heute wichtiger denn je.

    Erol Sander, Schauspieler und Winnetou-Darsteller
  • Als ich jung war, gab ‘s kaum ‘ne Familie, wo es nicht auch ein Karl-May-Buch gegeben hat.

    Helmut Schmidt, Politiker und ehemals Bundeskanzler
  • Karl May war für mich in meiner Jugend das, was heute für die Kinder und Jugendlichen Harry Potter ist.

    Horst Seehofer, Politiker und Bayerischer Ministerpräsident
  • Die wahren Leseerlebnisse, an die ich mich erinnere, haben mit Karl May zu tun. Ich las einen großen Teil seines Gesamtwerks nämlich heimlich.

    Martin Suter, Schriftsteller
  • Winnetou, Old Shatterhand, Old Firehand: Für mich sind das die Vorläufer der Spaghettiwestern.

    Quentin Tarantino, Regisseur, Schauspieler, Filmproduzent
  • Winnetou. Der war großartig. Als Kind träumte ich davon, Winnetous Schwester Nscho-tschi sein zu können.

    Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales
  • Winnetou ist unsterblich, und für die Fans ist die Präsenz von Karl May immer gegeben.

    Jürgen von der Lippe, Entertainer und Showmaster
  • Mich begleitet bis heute das Ethos von Karl Mays Helden.

    Stanislav Tillich, sächsischer Ministerpräsident
  • Fantasie und Utopie sind die Grundsteine der Kreativität, auch wenn sie aus Erzählungen Anderer entspringen.

    Marc M., Dresden
  • Dank Karl May habe ich als Kind geglaubt, dass jeder Schuss beim ersten Mal trifft.

    Anett L., Rostock
  • Ich denke an wilde, romantische Abende am Lagerfeuer.

    Heike W., Braunschweig
  • Ich verbinde mit Karl Mays Werken all meine schönsten Erinnerungen aus der Jugend

    Johanna B., Dresden
  • Ich bin mindestens genauso begabt wie Old Shatterhand.

    Gloria E., Falkenstein
  • So sprach der alte Häuptling der Indianer, wild ist der Westen und schwer ist der Beruf.

    Julia H., Leipzig
  • Nur wenn der Weg richtig bitter schmeckt, kann das mögliche Ziel richtig süß sein.

    Sebastian S., Mittweida
  • Ich glaube, Karl May war völlig verrückt. Aber nur Verrücktes kann man sieben Wochen am Stück aushalten.

    Oleg J., St.Petersburg
  • Meine Leidenschaft für Kultur und Kunst begann mit seinen Werken.

    Stefanie W., Magdeburg
  • Die Leselampe auf dem Tisch wird erst nach sieben Wochen wieder ausgemacht.

    Philipp R., Bad Salzungen
  • Mein persönlicher Lesemarathon findet jeden Abend statt – bis die Augen zufallen.

    Juliette K., Chemnitz
  • Ein Weltrekord im Gefängnis? Klingt absurd, ist aber so! Wer das verpennt, gehört hinter Gittern.

    Luisa B., Görlitz
  • Eine Gemeinsamkeit zwischen Karl May und mir: An Fantasie mangelt es schon mal nicht.

    Kristin O., Dresden
  • Karl May? Winnetou!

    Uwe W., Berlin
  • Hätte nie gedacht einen Weltrekord mit aufzustellen. Dazu musste ich erst nach Mittweida kommen.

    Sebastian K., Erding
  • Ein bisher noch nie da gewesenes Projekt der anderen Art und ein engagiertes Team.

    Franziska K., Chemnitz

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